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Um den Sport in einer „Lungenstunde" nicht immer nur von seinen theoretischen Seiten zu beleuchten, soll im Folgenden eine Einheit exemplarisch vorgestellt werden. Eine Übungseinheit dauert 90 Minuten. Wichtig ist der Aufbau einer Stunde: Sie gliedert sich in eine Aufwärmphase, eine Gymnastikphase, eine Ausdauerphase, eine Spielphase und eine Entspannungsphase.
Die Aufwärmphase,
die circa 20 Minuten beansprucht, beinhaltet verschiedene Gehformen mit und ohne Gerät, Partnerübungen (in denen die Teilnehmer sich selbst kreativ mit einbringen können), verschiedene spielerische Variationen mit dem Gerät und kleine Gruppenwettkämpfe. Es gibt extra Kleingeräte, wie zum Beispiel ein Sandsäckchen, ein weiches, elastisches Tuch, einen Stab, einen Gymnastikball, ein Schwungtuch etc. Jedes einzelne Gerät hat einen ganz besonderen Aufforderungscharakter.
Die Gymnastikphase
dauert cirka 20 bis 30 Minuten; hier erfolgt ein Muskelaufbau- und Kräftigungstraining. Meistens wird es mit einer Matte als Untergrund ausgeführt. Die verschiedenen Muskelgruppen sollen gekräftigt werden, wie zum Beispiel die Rumpfmuskulatur (Rücken, Bauch, Schultern), die eine bedeutende Rolle für die richtige Atmung spielt. Aber auch Atemgymnastik und Dehnübungen, besonders für die Schultern, sind in dieser Phase von großer Bedeutung.
Die Ausdauerphase
ist so gestaltet, dass die Teilnehmer meist in drei Zeitintervallen (in länger bestehenden Gruppen, die sich „fitter" fühlen, sind es mehr Zeitintervalle) belastet werden, das heißt eine Minute Laufen oder strammes Gehen, eine Minute Gehpause mit Atemübungen; zwei Minuten Laufen oder strammes Gehen, zwei Minuten Gehpause mit Atemübungen; drei Minuten Laufen oder strammes Gehen, drei Minuten Gehpause mit Atemübungen und Dehnübungen für die beanspruchte Muskulatur. Diese Ausdauerphase muss nicht unbedingt nach diesem Schema ablaufen, sie kann auch Ausdauerspielformen beinhalten, wie zum Beispiel ein Ball-Nachlauf-Spiel. Bei Ausdauer-Spielen merken die Teilnehmer meist die Intensität der Belastung nicht so sehr. Das ist für die Motivation zwischendurch ganz wichtig.
Die Spielphase,
die sich variabel die Zeit mit der Entspannungsphase teilt, beansprucht meist 15 bis 20 Minuten. In dieser Phase soll hauptsächlich der Spaß an der Bewegung vermittelt und der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe gefördert werden, aber auch feinmotorische und kognitive Fähigkeiten werden geschult. Spiele, wie „Ball über die Schnur" oder „Kegeln" sind erfahrungsgemäß die Favoriten.
Die Entspannungsphase
ist gekennzeichnet durch gegenseitige Igelball-Massage, Entspannungsübungen oder progressive Muskelentspannung. Sie ist als Ausklang der Stunde für etwa 10 bis 15 Minuten eingeplant.
Mit diesem Beitrag sollen alle ermutigt werden, die sich bis zum jetzigen Zeitpunkt noch unsicher sind, ob sie nun Sport treiben sollen oder lieber nicht. In einer fachlich geleiteten Gruppe, in der auf die speziellen Bedürfnisse der Teilnehmer eingegangen wird und man selber seine Belastungsintensität steuern kann, braucht man auch keine Angst davor zu haben, sich unwohl oder überfordert zu fühlen. Es macht sehr viel Spaß und gleichzeitig tut man - fast nebenbei - etwas für seine Gesundheit. Denn eines ist sicher, die Bewegung wird Ihre Lebensqualität verbessern.
Wer mehr wissen möchte, sollte sich melden bei:
Verein für Gesundheitssport und Sporttherapie an der Universität Essen e.V. Henri-Dunant-Straße 65 45131 Essen Telefon: 0201-183-7373 Telefax: 0201-183-7371 e-mail: timmers-trebing@vgsu.de
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